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Sankt Martin im Kinderhaus 2020

15. Dezember 2020
Dieses Jahr würde das Lichterfest anders ausfallen, das war klar. Mit den derzeitigen Corona-Auflagen war ein üblicher Ablauf, wie die Jahre zuvor, nicht möglich.
Vor dem Fest hatte jedes Kind eine Stabheuschrecken-Laterne für sich angefertigt und für den Martinsweg haben einige Kinder noch zusätzlich Laternen gestaltet. Zuerst erhielt jedes Kind seine Laterne, die mit Hilfe der Erzieherinnen an den Stecken befestigt wurden. Nachdem alle Kinder ihre leuchtenden Laternen an den Stecken hatten, sind wir zu Martinsliedern auf unserem Rundweg gegangen. Nun war es dunkel genug für unseren „Martinsweg“. Der „Martinsweg“ bestand aus sechs Stationen, die mit den gestalteten Laternen gekennzeichnet waren.
Die erste Laterne war der Sankt Martin. Hier verkleidetet sich unsere Erzieherin Irmgard nach und nach zum St. Martin und wurde dabei tatkräftig von den Kindern unterstützt.
Zum St. Martin gehörte auch ein Pferd, das aus dem Stall geholt werden musste. Die Pferde-Laterne war umringt von kleinen Schneeflocken-Laternen, die für die kalte Jahreszeit standen. Bei der dritten Bettler-Laterne wartete unsere Erzieherin Selma, als Bettler verkleidet. Frierend spazierte sie mit uns zur Schwert-Laterne, an der sie den halben Mantel vom Sankt Martin erhielt. Die nächste Laterne war die Gans, bei der die Kinder die Geschichte erfuhren, wie Sankt Martin sich im Gänsestall versteckte, weil er nicht Bischof werden wollte. Aber die Gänse haben ihn durch ihr lautes Geschnatter verraten und so wurde Martin doch Bischof. Dies wurde durch die letzte Laterne, die Kirche, dargestellt und hierwechselte Irmgard den Helm mit der Mitra eines Bischofs. Gemeinsam gingen wird dann zu unserer „Feuerstelle“ und sangen Martinslieder.
Im Anschluss war es Zeit sich zu trennen und in den einzelnen Gruppen leckeren Kinderpunsch zu trinken und den großen Weckmann zuteilen. Gut gesättigt lauschten wir bis zum Schluss Irmgard, die uns die Geschichte des Kindergartenkindes Juli vorlas (Juli tut Gutes von Kirsten Boie).
Obwohl wir durch Corona umplanen mussten, wurde es für uns ein ganz besonderes Fest. Es war sehr stimmungsvoll und man hat viel mehr wahrgenommen. Natürlich hat das ritualisierte Zusammentreffen mit den Eltern gefehlt und auch das schöne richtige Martins-Feuer.